KULTURREPORT - BUSINESS - EUROINFO - SERVICE - KULTURREPORT
ZU DER LEHRE VON DEN BEGEGNUNGSKRÄFTEN ZWISCHEN 3 KULTUREN
in den Werken der Literatur des
FRIEDRICH HÖLDERLIN
in www.euroinfo-oriental.de


GRUNDSTÜCKSVERWALTUNG
70182 Stuttgart DR.W.GERHOLD Danneckerstr.46A
Die Klarheit der Grundsätze der
Lehre von den Begegnungskräften
zwischen 3 Kulturen,

insbesondere in den Werken der Literatur
des Friedrich Hölderlin,
aufgezeigt
an dem Beispiel der Beurteilung
der Bedrohungen des Iraks
nicht nur durch Dramatiker
wie z.B. Harold Pinter festgestellt,
durch Krieg und Morddrohungen der US-Regierung in der Zeit vor dem zweiten Irak-Krieg
und die Folgen beider Irak-Kriege für diejenigen Staaten, die die USA in ihren Kriegsverbrechen im Irak unterstützen und sich davon nicht distanzieren, insbesondere im Wandel ihrer Gesellschaften:

Abschnitt A Die Folgen der beiden Irak-Kriege:
Die Länder, die mit den USA zusammenzuarbeiten versuchen, obgleich der Groß-Teil ihrer Bevölkerung gegen die USA eingestellt ist, erleben den Zusammenbruch ihrer Regierungen und ihres Landes, wie es nun auch in Pakistan vorgeführt wird und wie es mit der seit Jahren von den USA eingesetzten Regierung im Irak zu erkennen war und noch heute zu erkennen ist, auch in den weltweiten Folgen der verschiedenen Gesellschaften, auch in ihrer Selbst-Einschätzungen in der Form der Überheblichkeiten auf dem Weg in den finanziellen Bankrott der USA, den die
USA auch noch rund um die ganze Welt exportieren
und den nun im Verlust ihrer Maßstäbe selbst die schweigenden Bürger im nun "small Britain" ganz privat in ihren eigenen vier Wänden treffen kann. Der US-Dollar ist auf dem Wege in seinen Bankrott und der Vorwurf der Folterbehandlung endet kaum und zeigt den Verfall der USA zum Status regional agierender Banden, der im staatsrechtlichen Sinne schon über den kulturellen Zerfall hinaus fortgeschritten ist, verbunden mit dem üblichen Verfolgungs- und Sammeldateienwahn, wie einst der in den US-Armen zur Zeit versterbenden westliche Stasi-KGB-Außenposten, den Mr.Bush am Ende seiner Kriegsverbrecherzeit ohne Fortune besucht. Nun, im Jahr 2008 erkennt selbst die CIA, daß die Zeit der USA vorbei ist ect. ect.

Abschnitt B : Der Weg der USA in den ersten Irak-Krieg lesen Sie in Form von Briefen hier, und zwar an die Botschaften der in jeder Form beteiligten Länder und an die Vertreter der alten westlichen Medien.

Abschnitt C : Der Weg der USA in den zweiten Irak-Krieg:
1. Aus der Sicht des Westens, dessen Öl- und Energie-quellen in Kürze zu Ende gehen, ist der Irak anzugreifen und zu besetzen und mit einer westlich-orientierten Regierung auszustatten, und zwar von der US-Regierung , so wie es sich für eine imperiale Macht, ausgestattet mit allen Waffensystemen der heutigen Zeit, gehört,
insbesondere in ihrer waffentechnischen Überlegenheit über alle anderen Staaten und Völker auf der Welt, so meinen es die heutigen Vertreter der US-Regierung und ihre Vasallen zur heutigen Zeit, ganz im Gegensatz zu den früheren Grundsätzen der USA , die sich dem
globalen Wirtschaftssystem in der Gleichberechtigigung aller Völker bisher verschrieben hatten.

2. Aus der Sicht der betroffenen Region des Iraks und der arabischen Welt liegt in der Bedrohung des Iraks und in dem Versuch der Ausbeutung der ergiebigen Öl- und
Energiefelder des Iraks durch die US-Regierung und seine Vasallen ein Verstoß gegen das Völkerrecht vor, und zwar in vielerlei Hinsicht.

3. Aus der Sicht weiterer, insbesondere alter Kulturen mit ihren klaren Grundsätzen, wie sie z.B. mit den Mitteln der Poesie und Philosophie von Friedrich Hölderlin bekannt gemacht wurden, ergibt sich die unten dargestellte Beurteilung des Falles des Iraks und seiner durch Krieg bedrohten Region; diese Grundsätze werden aufgezeigt u.a. mit Zitaten aus Hölderlins Werken, wie es nur im Internet mit seinen Links möglich ist, so daß deshalb an dieser Stelle erneut ein besonderer Dank hiermit ausgesprochen wird an die Kontrukteure des Internets als tatsächliche Helden der heutigen Zeit, die gelegentlich auch ihre klare Sprache auf der Vorderseite ihres T-Shirts in dem Fall zu schätzen wissen,
in dem die Werke der derzeitigen US-Regierung im Irak, die u.a. im Stil einer maskierte Bankräuberbande vollbracht werden, sich schon vor dem Irak-Krieg, der seit dem 20.3.2003 bis heute von der gleichen US-Regierung unter Verletzung zahlloser Rechtsgrundsätze weltweit erkennbar vorexerziert wird, und zwar noch im Jahre 2007 mit dem Ziel, einen zerschlagenen Irak auch in den Vorstellungen der demokratischen Senatorin Clinton zum Vorfeld eines Angriffs auf den Iran zu schaffen, wie folgt beurteilen lassen:
Diesem Grundatz folgt Frau Merkel als Bundeskanzlerin bei ihrem Auftritt vor der UNO im September 2007 auftrumnpfend wie es vasallenartiger kaum zu überbieten ist mit dem Satz: Der Iran muß beweisen, daß es die Atombombe nicht will, was verschiedene alte Medien in einem Medienblock abgeschrieben und unkommentiert wie Sklaven der Meinungsunfreit verbreiten.
a) In allen Kulturen , insbesondere in deren Rechtsgrundsätzen gilt der Satz, daß derjenige seine Behauptungen substantiiert darzulegen und unter Beweis zu stellen hat, der sie aufstellt und in die Öffentlichkeit trägt.
Wird dieser Grundsatz verletzt, so herrscht an dem Ort dieser Rechtsverletzung der Tatbestand der Willkür, mithin der Rechtlosigkeit. In den Vorstellungen eines Friedrich Hölderlin und in den Vorstellungen der antiken Welt gehört der zu a) genannte Grundsatz zur selbstverständlichen Denk- und Lebensweise
insbesondere in dem Ziel,
seine Darlegungen so klar zu halten und der Schönheit
und den Motivationskräften zu unterwerfen,
daß diese Darstellungen offensichtlich sind und keines
Beweises bedürfen, insbesondere mit den
Darstellungsmitteln der Kunst ihre Erkenntniswege
zu eröffnen und auszubreiten sind.
b) Im Fall des Iraks und der Bedrohungen seiner Region
durch die derzeitige US-Regierung wird dieser Grundsatz
von der derzeitigen US-Regierung verletzt und darüber
hinaus sogar in sein Gegenteil verkehrt, mithin in die
Regel, daß derjenige alle Behauptungen, die gegen
ihn aufgestellt werden, zu widerlegen habe, der von
diesen Behauptungen betroffen ist, insbesondere wenn
diese Behauptungen auf den Spitzen der allseits
überlegenen Waffensysteme der derzeitigen
US-Regierung vorangetragen werden, und zwar
in aller Öffentlichkeit mit allen Mitteln der derzeitigen Öffentlichkeitsarbeit weltweit,
fast trommelfeuerartig auf die Öffentlichkeit abgefeuert.

Gegenüber dem Iran meint Frau Merkel als Bundeskanzlerin in ihrer Rede vor der UNO im September 2007 den gleichen Grundsatz zu verletzten, und zwar wie sie in Bild abgeschwächt zitiert wird:
Der Iran muß beweisen, daß es die Atombombe nicht baut bzw. nicht bauen will. Hier das Zitat in Bild untger Ziffer 5 der Zitaten-Reihe:
"Wenn der Iran in den Besitz der Atombombe käme, dann hätte das verheerende Folgen: zuerst und vor allem für die Existenz Israels, dann für die gesamte Region und schließlich – weit darüber hinaus – für alle in Europa und der Welt, denen die Werte von Freiheit, Demokratie und Menschenwürde etwas bedeuten. Deshalb mussverhindert werden, dass der Iran in den Besitz der Atombombe kommt. Beim entschlossenen Vorgehen gegen die Provokationen des Iran darf sich die internationale Gemeinschaft nicht spalten lassen. Nicht die Welt muss Iran beweisen, dass der Iran die Atombombe baut. Iran muss die Welt überzeugen, dass es die Atombombe nicht will."
Damit beweist Frau Merkel, wie unwichtig das Bundeskanzleramt inzwischen geworden ist, es kann sogar den Tatbestand der Willkür ohne entsprechende Folgen verkünden.

c) Selbst die UNO und ihre Vertreter unterlassen es, ihre
Behautungen substantiiert darzulegen und unter Beweis
zu stellen; sie handeln mit dem Mittel des
Ausforschungsbeweises;
d.h. die UN-Vertreter stellen Behauptungen auf, die sie
dadurch beweisen wollen, daß sie unter Androhungen von
ernsten Konsequenzen vom Irak verlangen, es den UNO-
Kontrolleuren zu erlauben, in jeden Winkel des Iraks
nachschauen zu dürfen, ob die unsubstantiiert
aufgestellten Behauptungen gegen den Irak, sie würden
unerlaubte Waffen herstellen, richtig sind oder
nicht; d.h. die UNO stellt ihre Behauptungen gar nicht
substantiiert unter Beweis, sondern übernimmt die
freien Behauptungen der derzeitigen US-Regierung
und forscht den beschuldigten Irak mit eigenen Mitteln
aus, sicherlich ein einmaliger Vorgang in der
Geschichte der bisherigen Staatenwelt, so daß
die alles treibende US-Regierung davon ausging,
der Irak würde ein solches rechtlich abenteuerliches
Ansinnen zurückweisen und sich in eine kriegerische
Auseinandersetzung stürzen lassen, ganz dem Wunsche
der US-Regierung entsprechend, der die Eleganz des
orientalischen Denk- und Verhaltensweise unbekannt
ist und die sich nun in ihren Irrtum ganz und gar in
ihrem Irrtum herumführen läßt, insbesondere wenn
die abenteuerlichen Paläste im Irak durchsucht werden
nach unerlaubten Waffen, deren irakischer Besitz die
US-Regierung so frei heraus behauptet und die die
US-Regierung bis heute nicht finden lassen kann, die
stattdessen in ihrem Irrtum in einem Medienspektakel
sondergleichen im Irak vorgeführt wird. Es gibt keinen
vergleichbaren geschichtlichen Vorgang, in dem
tatkräftigen Kriegsbedrohungen in einer solchen Eleganz
sprichwörtlich mit Worten entgegen getreten wird,
wie es zur Zeit im Irak erlebt werden kann; selbst
wenn ein 74-jähriger UN-Waffenexperte Blix in
einem 12000-seitigem Bericht der Offenlegung aller
Waffensysteme des Iraks meint Lücken zu finden,
die er selbst nicht schließen kann, bekommt dieser
alte Herr, der der ganzen Sache nicht gewachsen ist,
vom Irak die Seiten genannt, in denen die
"vermeintliche Lücken geschlossen" worden sind.
Der Irak bietet sogar die Vernehmung seiner
eigenen Experten an, um Auskunft zu geben,
worauf die sich selbst steigernde Provokation
der US-Regierung in ihrer Antwort erscheint,
die Experten müßten aber im Ausland
vernommen werden, nicht zu versäumen
gleich nach den Gehältern dieser irakischen
Waffenexperten zu fragen, was auf welche
Weise auch immer der Wahrheitsfindung
dienlich sein sollte; dieses ganze Schauspiel
möchte nun Großbritannien auf viele Monate
hinausziehen lassen, ohne zu wissen, daß
sich die ganze Welt nun selbst ein Bild von
dem machen kann, was den Irak so gefährlich
machen könnte, um dann festzustellen, daß
sich bisher in der Geschichte der Staaten kein
einziger souveräner Staat so frei und
auskunftsfreudig gegeben hatte wie der Irak,
der damit den Beweis liefert,
daß die US-Regierung freie Behauptungen
erfindet, um seine US-Bürger mit Kosten
eines Militärmanovers sondergleichen
zu belasten und in die Irre zu führen, und
daß die UN-Waffenexperten nicht nur keine
unerlaubten Waffen finden, sondern daß der
Irak keine unerlaubten Waffen besitzt, mit
denen die USA bis an die Zähne bewaffnet
sind und die nur sie allein besitzen und
besitzen dürfen, gleichfalls ein einmaliger
Vorgang der vermeintlichen Machterhalts
in der Geschichte der Staatenwelt, worauf
Moskau/Rußland längst verzichtete, da
nämlich der Status einer Waffen-Weltmacht leicht
der Lächerlichkeit anheimfallen kann, insbesondere,
wenn es gar keine Kriege mehr gibt, sondern
allenfalls Vagabunden-Kriege, denen die
Staatengemeinschaft mit ganz anderen Mitteln
und auf ganz anderen Wegen Herr zu werden
hat als in den bisherigen Denkschemata des Krieges,
dem allein noch die US-Regierung verhaftet ist,
und zwar als letzter Staat, dem es in seiner allein
verbliebenen Waffen-Weltmacht-Haltung besonders
schwer fällt, sich an die neuen Situationen zu
gewöhnen und zu begreifen, in die sie die andere
verbliebene Waffen-Weltmacht durch den eigenen
Verzicht gebracht hatte, nämlich Moskau/Rußland,
das aus einer ganz anderen kulturellen Welt kommt,
nämlich der byznatinischen Denkweise, die dem
Orient nahe steht und diese Welt des Orients
auch viel leichter versteht und die der derzeitigen
US-Regierung weltfremd ist, so daß die US-Regierung
auf vorchristliche Verhaltensmuster des Dreinschlagens
und Bedrohens zurückfällt, und zwar so als hätte es
andere und höher entwickelte Muster bisher nicht
gegeben, mithin führt auch der Irak in seiner
juristisch abgesteckten Verhaltensweise der Worte
und des Gedankens die US-Regierung vor, ohne daß
die derzeitige US-Regierung dies überhaupt zu
bemerken erscheint, daß letzten Ende das Verhalten
der US-Regierung mit ihren tatsächlichen Bedrohungen
als Störung erscheint, die die Weltwirtschaft
gefährdet und ihr Schaden zufügt, insbesondere sich
selbst schädigt, und zwar mehr und mehr die
Schäden für die Weltwirtschaft immer größer
werden, je länger diese tatsächlichen Bedrohungen
des Iraks mit Krieg dauern.
Auch dieses Mittel der tatsächlichen Bedrohungen
und der Störungen der Weltwirtschaft verletzt die
Rechtsgrundsätze aller bisherigen Kulturen,
insbesondere alle Denkgesetze und
führt direkt in der Fall der reinen Willkür und der
Rechtslosigkeit, mithin begibt sich die UNO in die
Abhängigkeit der Waffenträger, die in der Lage sind,
andere Länder anzugreifen und zu vernichten, und
die andere Länder meinen ständig bedrohen zu dürfen,
nicht allein mit Worten, sondern auch mit all den
Waffen, die dem Irak verboten werden sollen und mit
denen die USA bis unter die Haut selbst bewaffnet ist
und mit denen die US-Regierung direkt vor den Toren des
Iraks so erscheint als werde der Krieg schon morgen
ausbrechen, um so den Irak unter Druck setzen zu wollen,
wie zur Zeit die derzeitige US-Regierung es fast täglich
neu demonstriert, und zwar unter dem Beifall
fast der gesamten westlichen Welt,
ohne daß in dieser Bedrohung vom Westen eine
völkerrechtswidrige Handlung gesehen wird; manche
Vertreter der Öffentlichkeit meinen sogar, sich
gegenseitig vorwerfen zu können, man untergrabe
die Wirkung dieser Drohungen, die gegen den Irak
aufgefahren werden, wenn die Rechtsmäßigkeit
des gesamten Bedrohungsrituals hinterfragt wird:

aa) Die US-Regierung, wie Großbritannien bombardieren
seit Jahren den Irak in den von ihnen allein aufgestellten
Flugverbots-Zonen, ohne daß die UNO dazu die Erlaubnis
erteilt hat. Die UNO rügt sogar diese Bombardierung
des Iraks; diese Rüge der UNO bleibt unbeachtet,
insbesondere ohne Folgen, wie so oft, so daß hier
der Verstoß der Ungleichbehandlung der verschiedenen
Staaten vorgeführt wird, ein ganz besonderer Fall der
Willkür und des Typs der Rechtlosigkeit und der
Rechtswidrigkeit des von der derzeitigen US-Regierung
aufgeführten Handlungs-Systems.
bb) Die US-Regierung spricht Morddrohungen gegen das
Staatsoberhaupt des Iraks aus, um einen Sturz der
derzeitigen Irak-Regierung von außen oder innen
herbeizuführen; d.h. sie fördert eine Destabilisierung
eines souveränen Landes, was von jedem erkennbar
gegen jedwede Regel aller Rechtssysteme verstößt.
cc) Die UNO unterläßt es, die eigene UN-Resolution, die
das Embargo gegen den Irak anordnet, auszuführen,
nämlich die Negativ-Bescheinigung auszustellen, daß
alle unerlaubten Waffen im Irak vernichtet sind; sie blieb
mehr als 4 Jahre untätig und ließ daß Embargo bestehen,
obgleich weltweit von eigenen UNO-Vertretern
nachgewiesen wurde, daß Teile der irakischen
Bevölkerung unschuldig durch den Entzug von
Versorgungsleistungen sterben, und zwar durch das
von der UNO angeordnete Embargo, mithin die
UNO sich in ihren Möglichkeiten und in ihren Mitteln
selbst überschätzte und Schäden verursacht und zu
verantworten hat.

dd) Die derzeitige US-Regierung wiederholt seit
mehr als einem halben Jahr, daß der Irak anzugreifen
und zu besetzen sei, um die Energiefelder dieser
Region in deren Gewalt zu bekommen; Ersatzregierungen
geben sich im Haus der derzeitigen US-Regierung die
Klinke in die Hand, um gleichzeitig westlichen Firmen
entsprechende Öl-Lieferungsverträge im Falle
ihrer Inthronisierung als Regierungsmacht im Irak
anzubieten; niemand in der westlichen Bevölkerung
geht von einem anderen Grund der Kriegsdrohungen
gegen den Irak aus.
aaa)Diese Kriegsdrohungen werden nicht nur verbal
ausgesprochen, sondern in die Tat dadurch umgesetzt,
daß Waffen und Soldaten in die Region verlegt werden,
und zwar seit Monaten.
Dadurch werden Kosten bei den US-Bürgern verursacht,
die bei entsprechenden Waffenherstellern in riesige
Gewinne umgewandelt werden; d.h. sicher ist
eine Tatsache, bestimmte Firmen der Waffenherstellung
in den USA verdienen mit diesen Kriegsvorbereitungen
gegen den Irak zu Lasten der US-Steuerzahler
unglaubliche Gewinne.

bbb) Die Firmen, die in ihrem Warenumsatz durch
Kriege gestört werden, werden durch die ständig
erwarteten Kriegshandlungen gegen den Irak
in ihren Geschäften geschädigt; es ist unstreitig
unter den Beteiligten, daß die Kriegsdrohungen
und die reale Kriegsgefahr ganze Volkswirtschaften
nicht nur in den USA schädigen und in den Stillstand
bringen, sondern insbesondere auch in Westeuropa.
Damit steht eine weitere Tatsache fest, daß die
derzeitige US-Regierung die Weltwirtschaft in weiten
Teilen schädigt, was insbesondere durch den ständig
weiteren Verfall von Aktienwerten ständig vor Augen
geführt wird, und zwar bisher selbst von den
Betroffenen im Westen ungerügt, so daß im Fall der
Kriegsdrohungen gegen den Irak nicht nur Schäden
in zahlreichen Volkswirtschaften angerichtet werden,
und zwar neben der Kostenlast der US-Bürger
auch noch der Stillstand der eigenen Volkswirtschaft
in den USA und Westeuropa eine regelrechte Blindheit
vasallenhafter Art bei den westlichen Betroffenen
festzustellen ist.

ddd) Die ständigen Kriegsdrohungen verursachen
nicht nur Schäden in der Volkswirtschaft, sondern
führen auf lange Sicht zur Destabilisierung der
betroffenen Region, insbesondere in den Beziehungen
der verschiedenen Kulturen beider Seiten Europas
mit dem Nahen Osten moslemischer Prägung. Das
Zusammenwachsen beider Seiten Europas bis
nach Moskau/Rußland hat das globale Wirtschaftssystem
gefördert, insbesondere wenn die friedliche und
wirtschaftliche Kommunikation zwischen diesen
3 Kulturen und 3 Religionen der beiden Seiten Europas
mit dem Nahen Osten/Orient hergestellt und gepflegt
wird; dieser Zustand wird durch die monatelange
Demonstration der Kriegesvorbereitungen und ständigen
Kriegsdrohungen der derzeitigen US-Regierung
gegen den Irak gestört und gefährdet.

eee) Die derzeitige Machtdemonstration der US-Regierung
als allein übrig gebliebene sogenannte Waffenträger-
Weltmacht ist nicht nur nach allen Denkgesetzen
und Grundsätzen aller Kulturen provozierend und
anmaßend, sondern fordert den Widerspruch der
betroffenen Regionen und Kulturen heraus und
führt direkt zu Handlungen und Reaktionen
jeder Art, einschließlich der allseits bekannten
Terrorakte von Personen aus allen 3 Regionen.
Zur Abwehr solcher provozierter Terrorakte und
zum Schutz der betroffenen Bevölkerung
sind kostenspielige Maßnahmen von vielen Staaten
in Gang zu setzen, so daß auch in diesem Bereich von
Kosten und Schäden gesprochen werden kann.

fff) Diese Störungen und Schäden sind so offensichtlich
und schon so oft offen gelegt und dargestellt worden,
daß die US-Regierung offensichtlich diese Schäden
in ihrer eigenen Bevölkerung zugunsten einiger
Kriegsgewinnler in Kauf genommen hat, wie sie
auch unter den Vorhaltungen zuständiger
UN-Organisationen Hundert-Tausende
von Toten in Kauf nehmen will, wenn der
immer wieder angesagte Krieg gegen den Irak
beginnt und durchgeführt wird , daß
von vorsätzlichen Handlungen in diesem Bereich
auszugehen ist, die selbst die US-Bürger zu dem
Verhalten veranlaßt haben, erst gar nicht mehr
zu einer politischern Wahl in Bezug auf ihre
Regierung und ihres Präsidenten zu gehen,
sondern sich davon fernzuhalten. Die jetzige
US-Regierung ist mit weniger als 20% aller
Wahlberechtigten zustande gekommen, denn
es sind weniger als 40% der Wahlberechigten
in den USA zur Wahl gegangen, so daß im
vorliegenden Fall der derzeitigen US-Regierung
nicht von einer rechtmäßigen Legitimation
ausgegangen werden kann, weil eine Mindest-
Wahlbeteiligung in den USA insoweit nicht
vorgesehen ist, mithin auch hier schon ein
Versoß gegen die einfachsten Gesetze im
Rahmen demokratischen Handels festgestellt
werden kann.
Die derzeitige US-Regierung denkt gar nicht
daran, eine höhere Wahlbeteiligung bei den
US-Bürgern durch vertrauensbildende Maßnahmen
herbeizuführen, denn sie kann mit einer geringeren
Anzahl von erreichten Wählern die Wahl leichter
auch mit weniger Kosten für sich entscheiden,
und zwar im Vergleich zu dem Umstand, daß sie
eine größere interessierte Gruppe von Wählern
erreichen müßte.
Es bleibt die weitere Frage zu beantworten,
welche Firmengruppen die Wahlbemühungen und
den Wahlkampf der derzeitigen US-Regierung finanziert
haben, die so zielstrebig das ganze Waffenarsenal
vor den Toren des Iraks aufmarschieren und von den
eigenen Steuerzahlern bezahlen läßt.
Bei dem Mangel an kulturgetragener Freude,
der sich bei der derzeitigen US-Regierung
allseits offenbart, kann das Internet für Sie leicht
die Antworten herausfinden, die es auch
verständlich machen, warum die derzeitige
US-Regierung alle Waffen vor den Toren des
Iraks in einem richtig angelegten Krieg ausprobieren
lassen möchte, um sich wiederum auf gleiche Weise
wie zuvor mit Wahlkampf-Geldern auch das nächste
Mal der US-Wahlen versorgt zu sehen.

ggg) Es ist bei den zahlreichen Verletzungen alter
Rechtsgrundsätze und des Völkerrechts durch
die derzeitige US-Regierung auch verständlich,
daß sich diese US-Regierung weiter weigert, sich der

Urteilsgewalt eines internationalen Gerichts
in den Fällen zu unterwerfen, in denen US-Soldaten
Rechtsverstöße im Bereich von Kriegshandlungen
vorgeworfen werden.

4. Der Irak hat die oben aufgeführten Rechtsverstöße
der derzeitigen US-Regierung erkannt und wirft sie
dieser US-Regierung vor, und zwar mit einem Antrag
bei der UNO in einer weltweiten Medienaufmerksamkeit,
denn die Methode, mit denen sich die derzeitige
US-Regierung durchzusetzen versucht, kann jeden
Staat in der Welt in Zukunft in gleicher Weise treffen,
so daß nicht nur die UNO um ihre Anerkennung in diesem
Verfahren vor der UNO gegen den Irak zu kämpfen hat,
das ausgerechnet der Irak mit rechtsstaatlichen
Argumenten für sich zu entscheiden versteht, ohne
der US-Regierung Gelegenheit zu geben, einen Versoß
gegen die ergangene UN-Resolution zu behaupten, es
sei denn die US-Regierung blamiert sich weiter in
ihrem Behauptungs- und Bedrohungsritual,
wie sich die Sache zur Zeit entwickelt; kein Staat
dieser Staatengemeinschaft wird einem Präzidenzfall,
in dem sich eine US-Regierung in der Verletzung alter
offensichtlicher Rechtsgrundsätze mit dem
Bedrohungsritual von Waffen durchsetzen kann,
zuzustimmen geneigt sein, so daß am Ende die
derzeitige US-Regierung allein vor der Weltöffentlichkeit
als Störer und Erfinder ihrer demaskierter Behauptungen
darstehen wird, einschließlich der orientierungslosen
Regierung Großbritanniens in ihrer Gefolgschaft, die
offenbar mit ihrem Status im Weltsicherheitsrat nichts
anzufangen weiß, ganz ähnlich ihrem Zaudern, die
europäische Währung des Euros in Grßbritannien
einzuführen oder weiter einsam auf ihrer Insel am
Rande Europas der Entwicklung Europas zuzusehen.

5.Moskau/Rußland , eine der früheren sich in
Balance haltenden Waffenweltmächte,
erkennt die stärkende Macht der Abrüstung
der alten Waffensysteme und die Tatsache,
daß der Gewinner des früheren Wettkampf
der Aufrüstungen am Ende der Letzte des globalen
Wirtschaftssystems sein wird, das den Krieg mit
Waffengewalt der Ächtung ausgesetzt hat und
dem sich kein Staat entziehen kann.

6. Damit zeigt sich auch, daß der Krieg mit
Waffengewalt eine motivations-tötende Wirkung
auf das Wirtschaftsgeschehen weltweit hat,
während die Kommunikation zwischen den Regionen
und verschiedenen Kulturen eine befreiende
Wirkung auf die Motivation der Eigenversorgung
des Menschen, gleich in welcher Region erkennen
läßt.
Als lebendiges Beispiel für die Kraft der Motivation
in den Kräften des Geistes kann Friedrich Hölderlin
genannt werden, der mit seinem Leben und Schaffen
in der Literatur ein einzigartiges Beispiel für
die Motivationskräfte gibt , die in den Begegnungen
zwischen 3 Kulturen entstehen können, wobei in seinem
Fall die 3 Kulturen einmal in seinen tatsächlichen
Aufenthalten in Deutschland und in den von ihm
besuchten Regionen Stuttgart/Jena/ Frankfurt
anzutreffen sind, während er die anderen beiden
Kulturen niemals vor Ort selbst erlebt,
aber umso mehr kennen gelernt hatte,
nämlich die Kultur der Griechen Griechenlands,
und zwar durch deren Sprache und Literatur selbst,
in der diese Welt nachzulesen und
zu erleben war. Damit ist auch die dritte Kultur
angesprochen, nämlich die rein geistige Welt des
Wortes und der Wortschöpfung, die ein Mittel
aller Kulturlandschaften und Kulturschöffungen ist
und die überörtlich und allgemeinverbindlich und im
globalen Wirtschaftssystem die größte
Motivation auslösen kann:
a)Wenn Sie sich weiter über die Wirkungen
des einzigartigen Vertreters individuellen Geistes
informieren wollen, so steht Ihnen auch hier das
Internet zur Verfügung, das das globale
Wirtschaftssystem durchzusetzen vermag.
Die Webseite www.hoelderlin-gesellschaft.de
hilft Ihnen, sich in der Literatur des Friedrich Hölderlin
leicht zurecht zu finden, mit Textproben nach Stichworten
des Alphabetes und nach Ihren eigenen Begriffen in
einer Suchmaschine geordnet und auffindbar gestaltet.
b) Auch diese Webseite der Hölderlin-Gesellschaft läßt
nichts zu wünschen übrig, wie man sie noch nicht so
oft zu sehen bekommt; Sie werden leicht erkennen,
daß Hölderlin ein Kosmopolit des Geistes war;
Griechenland hatte er persönlich nie gesehen,
auch Italien war nicht sein persönliches Reiseziel
geworden; darin war er in der Leichtigkeit seines
Geistes Mozart verwandt, der zur gleichen Zeit
die Musik der Zauberflöte angesiedelt im
Reich der Ägypter schrieb und sie in
Wien selbst dirigierend zu Gehör brachte, als
Hölderlin 21 Jahre alt seine ersten Gedichte
publizierte und seine Magisterarbeit mit der
Geschichte der schönen Künste unter den
Griechen im Tübinger Stift abgeschlossen hatte
und sich die Jugend jener Zeit an dem Bild einer
Papagena und der Kraft ihrer Liebe ihre Fantasien
beflügeln ließ, und zwar im Bewußtsein, daß eine
neue Zeit in einer Vielfältigkeit angebrochen war,
die es zuvor noch nicht gegeben haben mag.

7.In diesem Sinne führt die individuell gestaltbare
Welt des Einzelnen zu dem Ergebnis, daß selbst
eine mit allen erdenkbaren Waffen ausgestattete
sogenannte Weltmacht ihr waffenträchtiges
Ende findet und sich die Waffengewalt neu zu
orientieren hat, allenfalls als Vollstrecker einer
UN-Resolution innerhalb abgerüsteter Staaten,
gleich welcher Größe und wirtschaftlichen Macht,
mithin die Kraft des Gedankens und der geistigen
Wirkung sich Gehör verschafft, wie es sich z.B. unter vielen anderen der Geist eines Friedrich Hölderlin immer gewünscht und wie diese geistige Entwicklung Europas im Orient des Nahen Ostens ihren Ausgang genommen hatte.
zum Anfang







Mit Tina Turner nach Tönchow
Ein Protokoll über einen Ortstermin
in einer selbst angeordneten Beweisaufnahme
im Klageverfahren
Kraft gegen Kraft

Nach Moskau hin und zurück

“Steig ein, wir fahren nach Tönchow,
morgen sind wir zurück,
ein paar Kassetten sollten nicht fehlen,
bis 21,00 Uhr
sollten wir Tönchow erreicht haben,
dann geht die Sonne unter in jenem
flachen Lande um Tönchow herum”.

“Setz Dich auf die hinteren Sitze und
schaue auf die Straßenkarte,
wie wir am schnellsten die
800 oder auch 900 km hinter uns bringen,
Richtung Frankfurt, Kassel ect. ect. ect.”

“Du mußt in Tönchow Protokoll führen
über die Frage,
ob Frau Kraft tatsächlich die Klägerin ist,
die von ihrem Mann die Hälfte seiner Rente
seines langen arbeitsreichen Lebens verlangt.”

“Papier und Kugelschreiber liegen
neben der Akte, die Du ein wenig lesen kannst.
Bis Frankfurt kennst Du den ganzen Fall.”

“Ja. Es richtig,
dass Herr Kraft seine Frau das letzte Mal
im Mai des Jahres 1945 gesehen hat,
in Tönchow und dann aufbrach in
Richtung Schleswig Holstein, in englische Gefangenschaft;
er war den ganzen Weg zu Fuß von Moskau bis nach Tönchow nach Hause zurückgekommen, im Krieg,
nachdem er auch den ganzen Weg nach Moskau
1941 zu Fuß gegangen war, als Soldat und
den ganzen Rußlandfeldzug überlebte.
In dieser Weise scheint er einmalig zu sein.”

“ Er stand im Büro und machte deutlich,
dass er einen Kopf kleiner war als Frau Leicht,
mit der er seit 1950 in Stuttgart zusammenlebt,
nun in Rente und mit einer Klageschrift
in der Hand, wonach er verurteilt werden soll,
seine Rente nun mit seiner Frau Kraft aus
Tönchow zu teilen, die er seit 1945 nicht mehr
gesehen hat”.

“Auf die Frage,
wie er den ganzen heillosen Krieg überlebt hat, machte er immer wieder Anstalten,
deutlich zu machen, dass er einen Kopf kleiner
war als Frau Leicht, die neben ihm stand.
‘Die Kugeln sind immer über mich hinweg gekommen und ich war immer schneller am Boden gelegen als die Kugeln über mich hinweg ihr Ziel verfehlten, das waren die Worte seiner Körpersprache.”

“Ja, und in Stuttgart war er mehr als
zwanzig Jahre Krahnführer,
30 m hoch über der Baustelle und führte
das Baumaterial immer punktgenau ans Ziel,
wie gesagt,
so 30 m über der Erde auf Großbaustellen.”

“Gib mir noch einmal die Kassette
mit dem Haarschopf; sie war ganz gut.
Wir sind ganz gut vorangekommen.”

“Auf der Akte ist deshalb ein großes Kreuz eingetragen, weil Frau Kraft die halbe Rente des Herrn Kraft nicht bekommen wird, obgleich die Rechtslage für Herrn Kraft schlecht ausschaut. Das OLG will ihn verurteilen, in 14 Tagen ist in dieser Sache Verkündigungstermin.”

“Wenn wir in Tönchow ankommen, siehst Du ein flaches Land, flacher geht es nicht. Gleich hinter dem Horizont geht die Sonne auf dem Boden liegend unter; dann müssen wir spätestens in Tönchow angekommen sein, Gartenstraße 15, an einem Landarbeiterhaus aus der Zeit vor der Jahrhundertwende.
Links 15 Häuser und rechts 15 Häuser und in der Mitte eine Straße mit Wiesenstreifen auf jeder Seite.
Du bleibst im Wagen und schaust aus dem Schiebedach heraus und beobachtest , was geschieht, und hörst zu, was gesagt wird.”

“Am besten, Du läßt die Kassette laufen, die mit dem langen Haarschopf, da gibt es eine Stelle wie ‘I am looking in your heart ect. ect. ect.”

“Suche den Weg nach Braunschweig und Wolfsburg
und dann direkt auf die Elbe zu.”

“Ja. Tönchow ist auf der Karte nicht eingetragen, eine Ortschaft mit ein paar Bauernhäusern auf der anderen Seite der Elbe.”

“Ja. In der DDR.”

“Ja. Wir werden sehen, ob wir in die DDR hineinkommen. Wir suchen einen Übergang bei Wittenberge, um dann über Perleberg den Weg nach Tönchow zu finden”.

“Ja. Frau Kraft war noch niemals in Stuttgart, auch nicht bei den Gerichtsterminen anwesend, anwaltlich vertreten von einem Kollegen in Kassel; die fehlende Vollmacht habe ich schon gerügt, auch noch zu einer Zeit, als sie dann in Kopie vorlag.”

“Die Identität eines Klägers wird in der BRD nicht geprüft; es kann jeder klagen, gleich mit welcher frei erfundenen Geschichte.”

“ Ja. Ich gehe davon aus, dass Frau Kraft von dem ganzen Fall gar nichts weiß . Und aus Tönchow ist sie so gut wie nicht hinausgekommen ist.”

“Ja. Frau Kraft erklärte ihrem Mann im Mai 1945, er möge sofort Tönchow verlassen; er war in der Nacht zu Hause in Tönchow angekommen; wenn er nicht sofort noch in der Nacht verschwindet, holt sie die Russen aus ihrem nahen Standort und dann hätte er den ganzen Weg wieder nach Rußland zu Fuß zurücklaufen können.”

“Ja. Sie hat ihm das Leben gerettet, was auf den ersten Blick nicht sogleich zu erkennen ist. Sie ist bis heute in Tönchow geblieben; Klage hin oder Klage her, so steht es jedenfalls hier in der Klageschrift.”

“Jetzt müssen wir voll tanken, es wird die letzte Tankstelle vor der Elbe sein”.

“ Da unten ist die Elbe, wir sind angekommen und
die ganze Fahrt könnte hier zu Ende sein.
Wir können da herunterfahren und nehmen den Kiesweg; in 3 Stunden geht die Sonne unter.”

“Wir setzen den Wagen auf das alte Fährboot,
das uns auf die andere Seite bringt;
die Vopos werden eher staunen als
dass sie nach einem Passierschein fragen werden;
den Paß zeigst Du erst gar nicht,
wir winken aus dem Fenster.
Bleib bei offenen Fenstern im Auto,
viel Platz zum Aussteigen bleibt uns hier
auf dem Floß ohnehin nicht;
da ist nicht einmal ein Geländer .”

“Gruß Gott, wir suchen den Weg nach Tönchow”.

“ Da gibt es sowieso keine Antwort, das Geröll wird
halten, uns die Uferböschung hinauf auf den Feldweg
zu bringen und dann auf die nächste Landstraße.”

“In Richtung Pritzwalk scheint die Straße die Autobahn
von Hamburg nach Berlin zu unterqueren und dann
ist es nicht mehr weit nach Tönchow”.

“ Schau, die alten Straßenschilder, wie aus der Zeit
vor dem Krieg; níemand ist in dieser Ortschaft
anzutreffen; die Türen werden gar nicht geöffnet,
noch viel zu nah an der alten Zonengrenze. Wir
fahren in Richtung Norden.”

“ Wer singt da eigentlich? Mein Haarschopf. Ja, ich merk mir den Namen Tina Turner, eine
unglaubliche Stimme, ohne sie würden wir jetzt gar nicht weiter fahren, auf vollen Touren durch die Ortschaft, einmal im Kreis herumfahren; es gibt mehrere Straßen in verschiedene Richtungen”.

“Ja. Ich habe auch keine einzige Person gesehen.
Nicht einmal am Fenster. Wie Ortschaften der Geister, alles liegt auf dem Sofa und ruht. Ohne Tina Turner würden wir jetzt wieder über die Elbe zurückfahren.
Oder gleich auf die Autobahn nach West-Berlin”.

“Ja. Wir fahren unter der Autobahn hindurch.
Auf nach Tönchow .
Mit Tina Turner.
I am looking in your heart.
The best”.

“Ja. Bei Wendisch-Priborn fahren wir eine kleine
Straße nach rechts, die wir nicht verpassen dürfen.
Pass auf. Auf der rechten Seite.”

“Wie Herr Kraft sagte. Tönchow fängt am alten
Ortsschild an, wie in Ergste auf dem Weg an die
Ruhr nach Schwerte.”

“ Da ist das Ortseingangsschild Tönchow.
Links über den Hecken sind die Bauernhäuser in
Reih und Glied zu sehen; ich gebe Gas. Die Sonne
geht unter. Besser hat es gar nicht kommen können.”

“ Frau Kraft ist nicht die Klägerin,
Sie weiß gar nichts von der Klage.
Wir sitzen fest.
Wir müssen sehen, wie wir wieder aus dieser
Sandgrube herauskommen.”

“Schau,
die Straßendecke liegt mehr als 50 cm tiefer.
Mit einem Satz habe ich den Wagen
auf den Sand aufgesetzt,
ohne dass er hinten aufgeschlagen ist”.

“ Das ist hier eine Art Schützengraben gegen
anrollende Fahrzeuge der Volkspolizei, soweit
sie sich bis hierher überhaupt verirrt haben sollte.
Die Frau Kraft ist nicht die Klägerin aus der Akte.
Wir werden sehen.”

“Ja. Wir können auch über das Stoppelfeld laufen
und von hinten in den Garten ihres Hauses gehen
und Frau Kraft ausrufen lassen, natürlich von mir”.

“Es wird ein wundervoller Garten sein, mit allem
Obst dieser beleuchteten Landschaft. Wenn wir uns
nicht beeilen, wird sich Frau Kraft schlafen gelegt
haben, denn sie steht mit dem ersten Sonnenstrahl
auch schon wieder auf.
Wie auf den Höhen des Schwarzwaldes. Genauso.”

“ Du siehst, man muß warten können.
Er ist wieder angesprungen.
Frau Kraft ist nicht die Klägerin dieser Akte.
Wir können weiterfahren.”

“Die Hausnummer 15 müssen wir suchen.
Die Hausschilder sind neben dem Gartentor
angebracht.”

“ Da ist die Nummer 15.
Stelle Dich auf den Sitz und
schaue aus dem Schiebedach heraus.
Laß Tina Turner
‘I am looking in your heart’
singen. Nicht zu laut, nicht so leise”.

“Ein zauberhafter Garten. Sie haben einen
zauberhaften Garten. Prall. Voller Früchte.
Ein Fruchtkasten. ”

“Frau Kraft? `
Haben Sie sich schon schlafen gelegt?
Hier ist Rechtsanwalt Dr. Sager aus Stuttgart.”

“ Ist das ein zauberhafter Garten!
Frau Kraft. Ich möchte nicht stören.
Ich soll Ihnen Grüsse von Ihrem Mann
aus Filderstadt bei Stuttgart ausrichten”.

“ Verzeihen Sie, dass ich Sie störe; ich dachte
schon, dass Sie sich schlafen gelegt haben.”

“Ja. Es ist richtig, Ihr Mann lebt noch”.

“Ja. Er lebt in Filderstadt,
auf den Höhen nahe Stuttgart”.

“Ja. Sie haben Recht.
Er hätte selbst kommen sollen, um Sie zu begrüßen”.

“ Ist der Garten zauberhaft und das alles bei diesem
herrlichen Sonnenuntergang.”

“ Hier ist eine Klageschrift, in der eine Frau Kraft
als Klägerin auftritt, um von Herrn Kraft aus Stuttgart
fast die Hälfte seiner Rente zu verlangen.”

“Ja. Sie haben Recht.
Er wäre auch selbst gerne gekommen.”

“Ja. Sie wissen tatsächlich nichts von einer Klage
in ihrem Namen, von einem Kollegen aus Kassel
gegen Ihren Mann in Stuttgart erhoben ?”

“Ja.
Tatsächlich.
In Kassel wohnt meine Schwester.
Seit Jahren.”

“Ja. Ich richte Grüsse aus. An Ihren Mann. Auf den
Fildern bei Stuttgart. Er wird sich freuen.”

“ Setze Dich auf die hinteren Sitze. Ich lege
Tina Turner auf . Auf nach nach West-Berlin.
Die Vopos werden staunen, wie wir an ihnen
vorbeifahren, direkt auf den Ku’damm, in etwas mehr als einer Stunde werden wir West-Berlin erreicht haben; die nächste Sandgrube müssen wir in Höchstgeschwindigkeit einfach überfliegen;
schlaf ein bischen; Du hast den Himmel gesehen.
Das Protokoll bringen wir morgen vor der Fahrt
nach Stuttgart zu Ende.”



“Ich bedanke mich, dass Sie einen neuen Termin zur mündlichen Verhandlung angesetzt haben. Es wird Klageabweisung weiter beantragt; diejenige Frau Kraft, die hier eine Klage erhoben hat, ist mit meinem Mandanten als Beklagten nicht verheiratet.”

“Die Ehefrau meines Mandanten weiß von der hier
vorliegenden Klage nicht ein einziges Wort. Sie hat
die vorliegende Klage nicht erhoben und
Sie hat auch die hier vorliegende Vollmacht nicht
unterschrieben.
Sie will auch in Zukunft eine Klage nicht erheben.”

“Ja. Da hat jemand Ansprüche erhoben, wie
in Gogols Buch nach toten Seelen gesucht wurde.”

“Ich übergebe Ihnen gerne das Protokoll über
meine Begegnung mit der Ehefrau meines
Mandanten, die erklärte, dass sie nicht die
Klägerin aus der vorgelegten Klageschrift sei."

“Das Protokoll ist auch von meiner Tochter
unterschrieben, immerhin auch ein Beweismittel
in ihrem Alter von fast 15 Jahren.”

“ Du kannst neben dem Kreuz auf der Akte
eine Sonne malen, der Fall läuft jetzt allein
in die richtige Richtung, auch ohne Tina Turner,
aber immer in ihrem Andenken.”

“Wer die Gelegenheit nicht versäumt,
mitten ins Herz zu schauen,
braucht den Gesetzestext, sei er auch noch so verkommen, wie er gelegentlich angetrroffen wird, nicht zu scheuen. “

“Die Umverteiler,
die noch nie etwas gearbeitet haben,
auf das der Mensch nicht verzichten könnte,
sind bei ihrer Arbeit am Gesetzeswerk schon
im vollen Gange.”

“ Ja. Man muß ihnen direkt entgegenfahren,
um an ihnen am schnellsten vorbei zu kommen.
Gelegentlich verkommen Gesetzeswerke und gelangen selbst auf einem der billigsten Jahrmärkte zur Betrachtung.”

“Leg die Kassette auf.
Wir fahren auf die Fildern und
suchen seinen Obstgarten;
es ist noch einmal richtig heiß geworden.”

------------



Im Wallis
Ist aber nicht schlecht
oder
die aufliegende Nase


An einem strahlenden Tag fuhr ich ins Rhonetal im Wallis und zählte die Kamine, aus denen der Rauch von verbrannten Stoffen aufstieg und von denen man nicht wußte, ob sie ein Zeichen des Friedens waren oder den Husten brachten.
Chaval lag in Ruhe.
In Colombey war alles in Ordnung wie schon im Frühjahr.
Niemand arbeitet dort.
Die Müllverbrechnungsanlage nahe Bex wurde repariert.
In Monthey roch man nichts von Ciba-Geigey.

Ich hob SFR vom Konto ab, kaufte 2 weiße
Sommerhemden und marschierte todesmutig, wie ich war, in einen der nächst besten Friseurläden am Ende der Straße, um an meinem Kopf herum fummeln zu lassen, jeder Zeit auf dem Sprung, bei Gefahr aus dem Laden zu laufen.
Aus der Mitte des Ladens kam mir eine runde, in
einem weißem Kittel geschnürte 20-jährige entgegen,
die auf den ersten Blick sich erstmalig
den den Ferien im Friseurhandwerk versuchte und
die Gelichmäßigkeit einer Tonne hatte.
Ich furh mit beiden Händen gleichzeitig durch meine Haare und fragte – deutscher gins nicht mehr - nach dem Friseur für Herrn.

Die Tonne hielt mich mit der einen Hand an und
ihre andere zeigte wie beim Verkehrspolizisten mitten auf der Kreuzung auf eine italienische Schönheit,
die sich aus dem Halbdunkel des Raumes erhob,
genauso weich wie die Tonne in der Mitte.
Sie führte mich fast wie an der Hand auf einen
Chromstuhl aus den 60-ziger Jahren mit
flauschigem Leder aus Kunststoff.
Ich gab mich in mein selbst gewähltes Schicksal.
Im Friseurladen war ich allein.
Es war kurz nach Mittag.

Die Tonne machte sich an mir zu schaffen
und legte mir warme Tücher um den Hals und
das mitten im strahlenden Sommer.
Das Waschen der Haare lehnte ich mit
wild gestikulierenden Armen ab, denn beide sprachen
kein Deutsch und grinsten stattdessen, um sich
Französisch mit einander zu unterhalten.
Mich beschlich das Gefühl, in eine Falle zu sitzen.
Die warmen Tücher um den Hals und
sprachlos hatte ich der Dinge, die da kamen.

Mit einem Schwämmchen drückte mir die Tonne
warmes Wasser aufs Haar, das sie mit einem Kamm beharkte,
so daß am Ende alle Haare eine parallele Haltung
annahmen.
Ich wagte keinen Blick in den Spiegel,
der an einer Säule vor mir aufgestellt war,
sondern sah mich an der Tonne neben mir um.
Die beiden Hände an nacktem Arm3n qus dem
weißkurzen Kittel strichen unentwegt nichstsagend über meinem
Kopf, um die warmnassen Haare noch glatter
zu streichen als sie schon waren.
Leichte Rinnsale bildeten sich am linken Ohr,
setzen sich am Hals fort und
ersäuften sich in den warmen Tüchern
um meinem Hals.

Die schöne italienische Schönheit trat mit Schere
und Kamm an meine linke Seite und unterhielt
sich mit der Tonne an meiner rechten Seite gleichen Alters,
nicht etwa über das Wetter oder ihre Erlebnisse in
der letzten Nascht, sondern wie man am besten meiner
Haare Herr werde, die ganz brav auf meinem genäßten Kopfe
lagen und um ihr zukünftiges Schicksal besorgt waren.
Obgleich ich kein Wort Französisch spreche und folglich auch
kein Wort der gegenseitigen Anfeuerung bei der weiblichen Wesen zu meinen beiden Seiten verstand, hatte
ich doch die Gewißheit,
daß sie sich ganz auf das Friseurhandwerk
konzentrierten, auch wenn beide weiblichen Wesen
sich immer mehr ihrer Mitte näherten und
mich mit ihrer ganzen breiten Vorderseite
jeweils seitlich berührten, in der Erwartung,
ich würde ihnen so nicht entwischen können.

Über mir nicht der wolkenlose blaue Himmel Münchens,
sondern das Gefuchtel der Arme, Ellbogen und Hände
und das Geplauder gegenseitiger Ratschläge und
in der Höhe meiner Nase die sich leicht im Rhythmus
der Atmung bewegenden Brüste der führenden Kräfte
dieses abenteuerlichen Friseurladens.

Ich schloß die Augen und erinnerte mich an
einen Tanzstundenjüngling aus meiner Tanzstundenzeit,
der damit beschäftigt war, jeweils mindestens
um einen Kopf größere Dame seiner Wahl zum Tanze
zu führen, wobei er sich dieser soweit bemächtigte,
daß seine Nase dort auflag, wo diese Weiber
die weichesten Stellen vollster Weise aufwiesen.
Erst jetzt stieg in mir die Erkenntnis auf,
daß dieser Tanzstundenjüngling
sich niemals seinen ausgewählten Weibern in seiner
Nasenstellung aufgedrängt hatte, sondern in
harmonischer Weise auf die Gegenliebe dieser Weichteile
gestoßen war, denn die im Rhythmus der Arbeit
sich bewegenden Brüste der führenden Kräfte des von mir
aufgesuchten Friseurladens drohten nun auf einem Male,
von beiden Seite immer näher zu kommen,
um meine Nase sozusagen in ihrer warmen Welt
aufliegen zu lassen.

Die Schere und der Kamm berührten meinen Kopf
in der Art des Beschwörens und Entschuldigens.
Durch die Arme trafen mich links und rechts
Mandelaugen in Braun und Schwarzbraun,
von Spitzbuben erleuchtet und von
offenen Mündern untermalt.

Weitere Tücher wurden von beiden Warmblütlern
geholt, um damit meinen Kopf zu trocknen,
der ganz in ihnen versteckt wurde.
Die Stimmen über mir trällerten nun im Frohsinn
der geschafften Arbeit.

Düfte der Note „ Bundes aus aller Welt“ erreichten
meinen Kopf in Wolken und in der Form
kleiner Regentropfen. Haare, die ab standen,
wurden jetzt mit Spraydosen bekämpft und
schließlich wurde ich in ganze Wolken
dieses Instrumentes eingehüllt.

Das Erlebnis dieser Welt zweier selbständiger
junger Weiber ging nun mit dem Wunsch und in der
Hoffnung zu Ende, daß beide nicht etwa bei einem
Friseurmeister nachsichtigen Charakters gelernt hatten,
sondern in eigener Regie im elterlichen Hause, die
sie bei jedem Fehlgriff mit ordentlichen Ohrfeigen versehen hatten und auf diese Weise zu Meisterinnen ihres Fachs
werden ließen.

Als ich die Mitte des Ladens – auf der Kasse 20 SFR -
verließ und draußen vor der Tür die übliche Tortour
begann, mit beiden Händen alles das durch einander zu bringen,
was gerade angerichtet war, bemerkte ich, daß man mich mit Haarspray so eingedeckt hatte,
daß ein klebriges Geflecht aus Haarschichten meinen Kopf bedeckte.

Ich wagte in keiner Weise, einen Spiegel zu suchen,
sondern beobachtete die Augen der mir begegnenden
Bürger dieses schonen Städtchens Monthey, das von den schönsten Bergen des Wallis umrahmt wird, schlenderte ich im großen Bogen um diesen so selbständig geführten Friseurladen, bereit, so schnell wie ein Pfeil in die Mitte des weiten Bogens
zu schießen, um die Tracht Prügel auszuteilen, die die Brüder
dieser so selbständigen Friseusen evtl. vergessen
zu haben schienen.

Die Sonne schien herrlich.
Kein Mensch behandelte mich wie einen bekloppten
Fremden dieser kleinen Welt.
Ich wagte sogar, ein langes Weißbrot zu kaufen
und traf mich mit den Augen der Bäckereiverkäuferin,
die sehr vernünftig und persönlich wirkten,
jedenfalls auf mich.

Ich musterte sie ein zweites Mal und
entlockte dabei ein ganz normales Lächeln.

Ich wagte mich nach Hause und erzählte die ganze Geschichte
zum Gaudi meiner 3 Weiber,
die mich immer wieder mit den beruhigenden
Worten unterbrachen:
„Ist aber nicht schlecht gemacht“-
„Ist aber nicht schlecht“.

-----


Im Wallis
Sonnenbrillen für Afrika
oder
von schwarzen Johannisbeersträuchern umstellt

Der Himmel war weit und blau über den Bergen.
Am Horizont flimmerte die Luft über
riesige Schnee bedeckte Berge in der Formation
nach einem Schneesturm, der sich gelegt und eine
bizarre Linie eines Scherenschnitts gegen das
milchige Blau des Himmels hinterlassen hatte, das sich über die Horizontlinie weiter hinaus in das strahlende Blau der Madonna des
weiten Himmels über mir verlor.

Die Sonne stand an der höchsten Stelle des Tages im Januar dieses neuen Jahres. Sie hatte das tiefe Flußtal unter mir aufgetaut und in Wolkenberge eingetaucht, so daß es unter mir nicht zu sehen war und mit einem Federbett zugedeckt schien.
An seinem Rande hinaus zu den aufsteigenden Bergketten zogen Nebelschleier.
Die helle Wintersonne legte den neben mir steil aufsteigenden Bergwald in ein schimmerndes
glänzendes Silber, das im Schatten zu einem matten Schiefergrau hinüber wechselte.

Ich stieg weiter die heugelbe Bergweise auf,
die vom Nachtfrost hart gefroren war und
in der Sonne das zu Heu verdorrte Gras
zu einer einladenden Felldecke werden ließ.
Im Schein der Sonne und meiner Fantasie sah ich
die Schafherden des Frühsommers und erreichte jetzt Odette, die hier aufgewachsen in einem weit ausladenden Haus wohnte, das in eine schützende Mulde geduckt im Hang gelegt und mit Sträuchern der schwarzen Johannisbeere ganz umstellt war.

Odette war mittlerweile an die Siebzig und
verschaffte schwarze Johannisbeeren,
die sie luftig im geschlagenen Eierschnee
überbacken ließ.
„Du brauchst bei dem Wetter ein Glas vom
Johannisbeersaft, dessen milde Düfte in der Sonne im Branntwein aufgegangen sind“, begrüßte sie mich an diesem Mittag.

„Ich brauche meine Sonnenbrille, die ich
gestern Abend hier auf dem Tisch vergaß,
ich will weiter die Wiese aufsteigen und über die ganzen Bergketten im Wallis sehen“.

„Ach, was brauchst Du eine Brille.
Gewöhne Dich an die Sicht in die Ferne
und Du wirst bemerken, daß Du gar keine Brille
mehr nötig hast“.

Ich bemerkte, daß sie ohne Brille das Eiweiß vom
Dotter trennte und ihn zu Schnee in einem
sicheren Dreierschlag verwandlete.

„Deine Brille ist hier nicht. Du wirst sie verlegt haben. Schauen bei Dir zu hause nach“.

Ein Schluck Jonannisbeersaft in
Branntwein gesonnt und auf der Hand überbackener
Eierschnee mit gedünsteten schwarzen Johannisbeeren darin gebtettet begleiteten mich auf den Weg zum Bergkamm, den ich mit der im Rücken sich langsam neigenden Sonne auf warmen Bergwiesenheu zu erklimmen versuchte.

Warm und immer wärmer begann ich wie
die Bergwiese unter mir zu dampfen, legte mich schließlich flach auf das magere verdorrte Gras der Bergwiese und mein Rücken genoß die Kühle des noch halb gefrorenen Bodens, der nicht wenig steil nach unten verlief.
Die Sonne beschien mich, aus meinem Atem stieg
der Rest des Geschmacks von Johannisbeersaft und
ich schlief langsam ein.

Bei halb geschlossenen Augen sah ich,
wie schließlich die Sonne den Kamm des
gegenüberliegenden Berghanges erreichte,
der bis zur ganzen Höhe mit Tannen bestanden war,
die der Sonne in ihrem untergehenden Licht
auf der ganzen Linie des Bergkammes das Aussehen
von Augenwimpern verschafften und
den darunter liegenden Wald zu einer Halbschale
einer dunklen Augenhöhle verwandelten,
aus der die Sonne mich wie das Auge Gottes
beschien.
Das Licht wurde schiefergrau,
die Tannen graugrün und der Himmel schneeblau
Graue Kühle weckte mich aus dem Halbschlaf .
Die Sonne beschien leuchtend und nur noch
unsichtbar den Bergkamm über mir,
den ich zu besteigen bisher versäumt hatte.

Stattdessen rutschte ich wie ein sitzen
gebliebener Schüler die Wiese herunter,
die glatt und gefroren war wie Bettwäsche,
die man im Winter von der Wäscheleine
zu nehmen vergaß.
Froh war ich, die kleine Dorfkirche am Dorfrand
zu erreichen, die warm und leer war.

Die Leere der calvinistischen Lehre umfing mich. Meine geschlossenen Augen sahen die Sonne über die Berghöhen untergehen und die Berggipfel über mir im helltsten Licht erscheinen.

Schmucklos und mit Bänken einer Dorfklasse
bestückt war in der kleinen Dorfkirche
nichts als Leer und Wärme, die mich erfreute.
In der vorderen Seite am kleinen Chor
erkannte ich eine kleine Weihnachtskrippe,
die die tage bis zu den Dreikönigen allein verbringen sollten.
Um meine Beine wieder ans Laufen zu gewöhnen,
machte ich hilflose Schritte auf die drei Könige zu, neben denen ein Brotkörbchen stand, das mit Brillen gefüllt war und den Titel über sich
„Sammelt Sonnenbrillen für Afrika „
als kommenden Text der nächsten kleinen Predigt dieser Gemeinde ankündigte.

Völlig bei Sinnen schaute ich versunken
jeder der versammelten Brillen an, die
auf ihre Reise ins heiße Afrika warteten und den
Geist dieses Brokörbchens dort verkünden sollten-
Meine Brille, nach der ich am Morgen dieses
tages auf der Suche gewesen war, fand ich nicht in der Sammlung jenes religiösen Galubens, aber ich ahnte, daß uich auf dem richtigen Wege der Erkenntnis war.
Schiefergrau schlenderte ich durch das Dorf.
Das Holz seiner Häuser war im Schatten
der verschwundenen Sonne wie versteinert.
Seine Bewohner war nicht zu sehen.
Ich lief Schnur gerade den Hang hinunter und war sicher, nicht alle Tage im dunklen Schiefergrau an diesem Ort zu verbringen.
Ich kam zu Odette, die uns zum früheren Abendgeplauder eingeladen hatte. Nachbarn aus der nahen Umgebung saßen am Tisch.
Yoku aus Japan mit ihrem flachen Gesicht
und ihrem italienischen Langobarden,
der eher aus Hamburg seinem Aussehen nach zu
urteilen geboren zu sein schien als in Mailand.
Odette hielt die Unterhaltung dadurch
in Fluß, daß sie getrockneten Schinken, Käsestücke aus Gruyere und graues körniges Walliserbrot herumreichte. Dazu die allergrünsten Gurken und kleine weiße Zwiebeln.
Damit verbreitete sie die Gemütlichkeit einer kleinen Rast auf einem steilen Bergweg. Ihr Berner Mann füllte kleine Gläser unentwegt mit gelben Wein aus dem Wallis, der dort auf 1000 m hoch gelegenen weiten Geröllbänken angebaut wird.

Ein Gemisch vom Schwäbisch meiner Frau,
das zum Bernerdeutsch ausgeprochen harmonisierte, und vom Französisch Odettes
und Italienisch der Nachbarn stolperte mit meinem Hochdeutsch durch die Unterhaltung, die eher über unsere Gemütslage geführt wurde als über verständliche Laute unserer Sprache am runden Tisch im Haus Odettes, das in einer
weiten Mulde hoch über der Rhone mitten in
den zahllosen Sträuchern der schwarzen
Johannisbeereen lag.

Der Blick aus dem weiten Fenster in
die rot beleuchteten Berge am Horizont waren
nicht Gegenstand unserer Bewunderung,
sondern die Reisen der Reisesüchtigen
an unserem Tisch wurden auf dem Atlas
rund um die Erde nachgefahren.
Alle hohen Berge der Welt fanden Beachtung,
die Weiten Südargentiniens mit seinen zahlreichen Deutschen, die dort wie in riesig vergrößerten Gebirgen der Alpen lebten.

Oder Nepal auf den Ausläufern des Himalaya,
die der Langobarde mit seinem Rad bis nach Burma durchstreift hatte.

Es tat sich eine handfeste Geisterunterhaltung
auf, die ich dadurch ein wenig zu steuern suchte, daß ich die Reiseroute des Rad fahrenden Italieners näher auf der Karte verfolgen wollte. Er suchte vergeblich seine Brille, auf die ich bisher bei seinen Ausführungen auf der Landkarte verzichten zu können glaubte.
Ich bat Odette, ihre Brillen zu holen,
damit die Reiseroute bessere Konturen
gewinnen möge.

Geschwind und so leicht wie der Wind und
die Nebelwolken, die sich mit der herein brechenden Nacht um das Haus Odettes schoben, suchte sie im Haus alle Brillen zusammen und schäkerte dabei 17-jährig, als sie mehr als 6 Brillen mit den Worten zusammentrug „ eigentlich braucht man keine Brillen, denn das Auge wird wieder seine Sehkraft zurückgewinnen, wenn man nur mutig ihnen die Hilfen der Brille wieder entzieht.“

„ Da unter Deiner Sammlung von Brillen,
meine liebe Odette, liegt meine Brille mit den
geschliffenen Gläsern und die Hilfe meiner ermüdeten Augen. Erlaubst Du, Odette, daß ich meine Brille wieder in meine Obhut nehme, um besser in die Ferne schauen zu können?“
Ohne das Gespräch über die Reiseroute des radfahrenden Langobarden aus Mailand in Burma zu unterbrechen, schob ich meine wieder gefundene Sonnenbrille in meine Hemdtasche, froh, daß ich sie vor der Reise nach Afrika mit den anderen und vor der Sammelwut dieser religiösen Leere gerettet hatte.

Yoku erzählte, daß sie die Reise auf dem Rad
durch Burma nicht mitgemacht habe, sondern derweilen bei ihrer Familie in Japan zu Hause gewesen sei.
Meine Frau versuchte, mich mit rundem Strahlen,, das sich dem Rund des japanischen
Gesichts Yokus harmonisch anglich, im Zaun zu halten, um jenes Donnerwetter zu verhindern, das ich bei derartigen Nachlässigkeiten an den Tag legte, die sich unsere liebe Odette mit meiner Sehkraft erlaubt hatte und die mein Nachbar Jaar damit erklärte, daß er ausrief “So sind die Franzosen! Da gehen die gleich zur Tagesordnung über und wir Deutschen grübeln den ganzen Tag, um dort die Tiefen zu erforschen, wo gar keine sind, sondern nur der freie Fall ins All.“

Mir kam dieser Tag eher als ein Besuch im Himmel vor, denn ich war friedlich wie nie zuvor.

Ich fand mich wieder auf den Bergen dieser Erde,
als meine Tochter hereinstürmte und mich die Leichtigkeit ihrer jugendlichen Frische „ Wir sind ganz vom Nebel umgeben!“ an meine Trunkenheit erinnerte, die mich über die zahllosen Gläser des Walliser Weines auf dieser kleine Rast durch das gebirgige Leben dieses weiten Hauses Odettes in Mitten ihrer Johannisbeersträucher beschlichen hatte.


Der Mittelstand führt die Entwicklung in ganz Europa an, z.B. in Stuttgart auch auf der Gänsheide beheimatet . Dazu ein Bericht vom Heiligabend in Stuttgart am 24.12.2011 in Form eines Briefes an Philipp in Moskau/Rußland über die Erfahrungen des Mittelstandes in den Themen der Raumerfahrung in einem Stadthaus in der Danneckerstrasse in Stuttgart und in der Schloßkapelle im Alten Schloß nahe dem Schillerplatz mit dem Blick auf das Neue Schloß und dem Königsbau und in der Fahrt auf die Gänsheide mit seinen freistehenden Häusern auf begrünten Grundstücken hier:
Lieber Philipp,
der Tannenbaum war im 2.OG in der Danneckerstrasse geschmückt und wir saßen mit seinen Lichtern am frühen Nachmittag eine Weile am Tisch beim Tee und ein paar Gutzlen von Susanne gebacken, die sich dann mit Ehemann auf die Wanderschaft im Haus in allen Geschossen machte, um sich aus dem Inventar für eine Glasvase aus dem EG am Fenster zum Vorgarten
und für ein Hinterglasbild mit Pferd zu entscheiden, um beide an das Jahr 2011 und an das Weihnachten zu erinnern, in dem sie ihr Haus auf der Gänsheide erworben hatten, und zwar
wie vom Himmel gefallen, beides aus Glas zerbrechlich und so mit Aufmerksamkeit bedacht, die beim Erwerb des eigenen Hauses zum Erfolg führte, das keine Bauschäden hatte und deren früheren Bewohner vom Kauf und eigenem Wohnen nicht abschreckten, denn das Haus auf der Gänsheide hat einen eigenen selbständigen
Charakter mit seinem Blick ins Tal nach Gablenberg bis an den Horizont in die Weite Württembergs, auch noch in einem Notarvertrag unter allen Miterben geeinigt erworben zu einem Kaufpreis, der in voller Höhe abzüglich des eigenen Erbanteils als Eigenkapital von fast einem Viertel auch von der Bank finanziert wurde, nicht in Württemberg, sondern von einer Bank am Notarssitz der eigenen Schwester im weiten bergischen Rheinland.
Gegen Halbfünf machten wir uns auf den Weg in die Schloßkirche im Alten Schloß, parkten unter dem Schillerplatz, auf dem noch ein Tag zuvor der Weihnachtsmarkt mit seinen Weihnachtsständen zu sehen und der jetzt ganz leer war, bis auf einige PKW, die zum Gottesdienst in der nahen Stiftskirche gehörten, so daß wir den Arkadenhof im Alten Schloß bewunderten, von dem wir die kleine Schloßkirche erreichten, um in einem weihnachtlichen Gottesdienst unseren Dank an den lieben Gott abzustatten, der in der ev.-reformierten Gemeinde zum Heiligen Abend 2011 mit einem Orgelvorspiel von J.S.Bach - Partita Nr.4 in D-Dur punkt 17,00 Uhr begann, auch in der Begrüßung der Gemeinde durch den Prediger, der mit seiner Gemeinde 6 Strophen sang mit der Melodie und den Text "Vom Himmel hoch, da kommt ich her, ich bring euch gute neue Mär.... Euch ist ein Kindlein heut geborn...es ist der Herr Christ, unserer Gott.... er bringt euch alle Seligkeit.... drum laßt uns alle fröhlich sein."
Nach einem kurzen Gebet spielte die Orgel aus der Sonate von G.F.Händel in D-Dur, Opus 1 Nr.13 den 2.Satz Allegro und den 3.Satz Larghetto und den 4.Satz Allegro, die dann in ihrer ergreifenden Weise vom Prediger in der Weihnachtsgeschichte fortgesetzt wurde mit den Worten " Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde..." , während der Herr Pfarrer aus der von Hugonotten gegründeten
Gemeinde in seiner Predigt den Bezug zur heutigten Zeit herstellte und im Wechsel mit dem Orgelspiel und dem Gesang der Gemeinde in dem
ausgeschmückten Raum der Schloßkirche den Gottesdienst gestaltete, ein Raumerlebnis, wie sie nur eine Kirche präsentiert, in der die Andacht und der Gesang und die Wortte der Predigt auf einander abgestimmt sind, so wie Du es auch in den Kirchen in Deinem geliebten Moskau so oft erleben kannst. Zu der Orgel sang
auch eine Sopranstimme, der ein anderes Mal eine Geige folgte in einer ausgesproch angepaßten Liebenswürdigkeit, die den Geist erfaßte und
weniger die Herzen, wie Du es in Moskauer Kirche gewohnt bist, aber doch im Raumerlebnis in der Umgebung vom Arkadenhof des Alten Schlosses, das wir zum Schillerdenkmal in stillem Gedenken
verließen mit dem Blick auf das Neue Schloß rechter Hand, noch angefüllt vom Gesang der Gemeinde und der Abschieds-Worte des Liedes " Oh Du fröhliche, oh Du selige, gnadenbringende Weinachtszeit...."
Dann fuhren wir den Weg der Straßenbahnlinie 15 auf die Gänsheide auf fast leeren Straßen zum erworbenen Haus und setzten das Braten der Weihnachtsgans fort, die vom wunderbaren Rotkraut begleitet war, wie von einem großen Serviettenknödel mit einer angereicherten Zwiebelsoße Charlotte.... ein grandioses Beispiel schwäbischen Essens, bei dem der Gast schweigt und sich darin vertieft....alles setzte Susannes Ehemann so ins Erstaunen, von den weiten Kochkünsten seiner Mutter sehr verwöhnt, so daß Susanne sich fröhlich eine
zweite Portion auflud und zu strahlen anfing.
Der von Susannes Ehemann reich geschmückte Baum bekam ein paar Kerzen und Susanne begann mit den Übungen zu Oh-Du-Fröhliche auf dem gut klingenden Klavier, um in den nächsten Jahren die Weihnachtslieder immer besser erklingen zu lassen, während die Weihnachtsgeschenke die Beschenkten trafen in Erinnerung an die erklärenden Worte aus der Schloßkirche, daß das Schenken eine hohe Kultur besonders chrislicher Lebenskunst sei, denn das Geschenk zeigt, wie der Beschenkte vom Geschenk in seinen tiefen Wünschen und in seinem Wesen erkannt werden kann.
Auf einer der vielen anderen Talseite der Gänsheide der Stadt-Mitte abgewandt waren viele Fenster hell erleuchtet, auch von Weihnachtslichtern an Häusern, freistehend
auf Grundstücken, auch eine Raum-Erlebnis-Kultur, die auf der ganzen Gänsheide wandernd erlebt werden kann.
In weniger als einer Woche seid Ihr in Stuttgart
und dann lassen wir auch wieder Raketen ins Neue Jahr 2012 vom oberen Balkon in der Danneckerstrasse die Stadtmitte im Tal begrüßen.
Herzlichst
Dein Hans
aus der Danneckerstrasse
und grüße Deine Mama von mir
und berichte Deinen Freunden in Moskau
von der Weihnachszeit in Stuttgart.


RABA
Eine Räubergeschichte

Gemalt von Kindern
für Kinder zum Anmalen


Vor vielen Jahren
an einem hellen Mittag
stand Raba
in dem wunderschönen Garten
vor dem kleinen Haus der Familie Winna.

Da kamen zwei Vögel daher geflogen
Rose und Willi.
Rose und Willi setzten sich auf die
handgroßen Ohren des Räubers Raba
und fragten ihn,
was er heute zu unternehmen gedenke.

Raba antwortete:
" Ihr könnt mir helfen,
zwei Ringe hierher zu bringen. Sie
liegen auf dem Nachttisch
der Frau Winna dort im Haus
hinter dem Fenster neben der Haustür."

Hier die Zeichnungen
für Kinder zum Ausdrucken und
zum Anmalen zum Räuber Raba und
zum Haus der Familie Winna und
zu den beiden Raben
Rose und Willi und zu den
beiden Ringen auf dem Nachtisch.
Viele Freude beim Anmalen.
Die Geschichte wird unten fortgesetzt.

"Wie können wir Dir helfen?"
fragte Rose.
"Fliegt durch das Fenster in
Winnas Haus und nehmt
die zwei Ringe in Euren Schnabel",
sagte Raba,
" es kann losgehn, wenn es Nacht wird
und der Mond scheint, wie heute Nacht",
munterte Raba auf.
"Ich mache mit" riefen erfreut
Rose und Willi.

Alle drei warteten vor Winnas Haus
auf die Nacht mit dem Mond,
der schon hell wie eine Wolke
am Himmel zu sehen war und
dann langsam die Nacht brachte.

Als es ganz dunkel geworden war
und der helle Mond
gelb am Himmel leuchtete,
flogen Roose und Willi los,
über den Zaun und durch den
Garten und durch das Fenster,
das vergessen offen stand,
in Winnas Haus.
Und sie fanden den Nachttisch
und im Mondlicht
die zwei Ringe der Frau Winna.

Auf dem Fensterbrett saßen
zwei Honigraupen.
Rose streifte eine Raupe leicht
und nahm sie mit zurück zu Raba,
der am Gartenzaun auf sie wartete.

Rose und Willi setzten sich auf
Rabas Ohrem, und Raba lobte
Rose und Willi.
Er dankte für die beiden Ringe,
die er in seine Hosentasche steckte.

"Wir haben Hunger", sagte Rose.
"Ja, ich auch", hob Willi an.

"Kannst Du uns etwas Schmackhaftes
beschaffen, Raba?"

"Fliegt in die Speisekammer
der Winnas. Dort findet Ihr
Käse, Kakis, Kürbis, Kohl, Kartoffeln,
Knoblauch und vieles mehr",
schlug Raba vor.

Rose und Willi flogen ins Haus,
durch das Fenster links neben
der Haustür durch das dunkle Haus
in die Speisekammer der Winnas.

Dort fanden sie alles,
was Raba versprochen hatte.

Plötzlich hörten Rose und Willi
Geräume.
Schritte näherten sich.
Herr Winna kam in die Speisekammer,
machte Licht und sah,
daß Käse und Kohl und Kartoffeln
angefressen waren.
"Mäuse, Mäuse"! rief Herr Winna,
"Mäuse sind in unserem Haus".

"Du musst in den Gartenschuppen
hinterm Haus. Dort sind die zwei
Mäusefallen aus der Stadt. Hole
beide und stelle sie mit Speck auf;
so fangen wir die gefräßigen Mäuse,"
ermahnte Frau Winna ihren Mann.

Derweilen Saßen Rose und Willi
in der Speisekamm im Regal
neben Kappers, Kakis, Kohl und
Knoblauch. Sie warteten ab,
was nun geschehe , und dachten
an Mäusefallen mit Speck.

Ein Geräusch kam von draußen
und
das Fenster wurde aufgestoßen.
Raba schaute herein,
hinter ihm der Mond,
der die Speisekammer
erleuchtete.

Als Raba durch das Fenster
gestiegen war, roch er den Käse,
den Kappes und den Kürbis,
die Kartoffeln und den Knoblauch.
Er lief in der Speisekammer umher,
um sich einen guten Bissen
auszusuchen.

Plötzlich brüllte Raba
ganz entsetzlich. Er stand mit seinen
beiden Füßen in den beiden Mäusefallen,
die zuklappten.

Rose und Willi erkannten Raba
und sie flogen zu ihm und riefen:
" Du stehst in zwei Mäusefalle.
Zieh sie Dir vom Fuß und flieh
mit uns druchs Fenster. Herr Winna
wird gleich kommen und uns finden."

Laut jammernd und heulend
lief Raba mit beiden Fallen
an den Füßen in der
Speisekamm umher.

Raba zog beide Fallen vom Fuß
und floh durchs Fenster;
Rose und Willi vorne draus
in den nahen Wald.

Unter einem Busch in einer
Bodensenke machten sie halt
und sie erholten sich
vom Schmerz und vom Schreck,
denn sie waren von den
Erlebnissen des Tages und
der Nacht ganz erschöpft.

Rose kuschelte sich hinter
Rabas linkes Ohr und Willi
hinter Rabas rechts Ohr.
Raba fing an zu schnarchen
und auch Rose und Willi
schliefen bald ein.


Hier die Zeichnungen für Kinder
zum Ausdrucken und zum Anmalen
zum Räuber Raba und zum Haus
der Familie Winna und die beiden
Raben Rose und Willi und
die Speisekammer.
Viele Freude beim Anmalen.
Die Geschichte wird mit weiteren
schwarz-weiß Zeichnungen fortgesetzt.




Die Liebe bewegt sich
bis in alle Ewigkeiten.


Liebe Orchidee,
ich möchte Dir eine schöne Geschichte schon jetzt
mit auf den Weg ins Wallis geben, dann hast Du eine Vorstellung, wie kalt es früher zu der Zeit
war, als es dort nur den Kachelofen gab, den Du wieder in Gang setzen musst, damit Du 20 Grad in Deinen 2 Räumen bekommst; die Kueche wurde ueber einen Kohle-Herd beheizt, auf dem die Toepfe standen, in denen gekocht wurde; der Kachel-Ofen wird mit allem moeglichem Material beheizt, was zur Zeit auch preiswerter als eine Gas-Heizung ist....
so musst Du auch die unten aufgefuehrte Geschichte verstehen... draussen gab es keine Laterne... vielleicht 1-2 statt heute zwanzig Lampen auf der Strasse... es gab kein Fernsehen, ein bischen Radio und ein wenig Filme im Kino, so dass das Theater und die Oper viel wichtiger waren als heute... Reisen gab es mit dem Zug ins Allgäu am Wochen-Ende zum Skifahren, auch im Sommer bis nach Lindau, das ganz beruehmt war....
Man sass in seiner Wohnung am Tisch und traeumte wie heute noch in Russland... die inneren Fantasien spielten eine grosse Rolle... im Sommer fuhren wir bis nach Griechenland zu den Staetten der Archaeologie, auch noch
per Anhalter; wir haben als erste mit Gleichaltrigen ein wenig Bewegung ins Leben gebracht... und vor Ort waren die Bewohner begeistert, uns ein Stueck in den naechsten Ort in ihrem PKW mitzunehmen, auf den wir
oft lange warten mussten, denn der Autoverkehr
auf den schmalen Strassen war sperrlich.
Manchmal sassen wir bis Athen 48 Stunden im Zug
und dann ging es mit dem Schiff auf die Inseln, wo 1-2 Pensionen Zimmer angeboten
haben.
Spielzeug war ein Gegenstand des Traeumens...
jedes Kind hatte z.B. einen Hampelmann aus Holz,
den die Eltern immer wieder reparieren mussten.... so dass Geschichten zu erzaehlen waren, wie die folgende hier:
"Es war ein wirklich liebenswerter bunt bemalter
Hampelmann! Wie schoen konnte er tanzen und
huepfen. Nur einen Fehler hatte er. Er konnte naemlich nicht sprechen. Und das machte ihn manchmal sehr traurig, so dass er mitunter sogar das Lachen vergass und das konnte er ganz wunderschoen.
Als er sich eines Tages in eine wunderschoene
bezaubernde kleine Puppe verliebte, da hatte er
auch den Wunsch, ihr seine Liebe zu erzaehlen,
was ganz natuerlich ist. Aber wie sollte er,
da er doch nicht sprechen konnte! Und die
Puppe selbst schien nicht zu bemerken,
welch grosse Liebe in seinem sonst so
lustigen Herzen brannte.
Lange war er sehr traurig, nichts wollte ihn
erfreuen und sein ganzes Denken und Sinnen war,
wie er wohl seinem geliebten Puppenmaedchen
seine Liebe beweisen koennte.
Da hatte er eine Idee: Er wollte tanzen und
huepfen und springen, so schoen er ueberhaupt
konnte ..... bis sie bemerkte, dass er
sie liebt.
So strahlte er ueber sein ganzes gutes buntes
Holzgesicht, hob die Arme und begann sich
zu drehen. Er tanzte und drehte sich immer
schneller.... es war eine Freude,
ihm zuzusehen. Er begann zu beben und sein
sonst so hoelzerner Koerper bog und wandte sich
geschmeidig zu den Rythmen, die ein
Grillenorchester spielte. Er tanzte und drehte
sich immer schneller... bis,
ja bis er tot umfiel! -
Alles war toten still.... die Grillen hatten
aufgehoert zu spielen und der Mond schien
durch das Fenster auf den kleinen toten
Hampelmann.
Aber sein Tanz war nicht umsonst gewesen;
die Puppe hatte bemerkt, wem der feurige
Tanz des Hampelmanns galt und als sie sah,
dass er tot war, begann sie zu weinen. Sie
war untroestlich, denn auch sie hatte sein
lustiges Lachen lieb gewonnen. Doch was nuetzte
ihr alle Erkenntnis... ihr geliebter
Hampelmann war tot.
Doch da erinnerte sie sich an eine entfernte
Cousine ihrer Mutter, von der man erzaehlte,
dass sie Zauberkraefte besitze; zu ihr wollte
sie gehen und sich einen Rat holen.
Sie stieg in den Keller und kam zu einem
alten Kasperle-Theater, das dort unten
ganz verstaubt stand. Dort wohnte die Hexe...
eine gute Hexe mit einer grossen Nase und
langem Haar. Ihr erzaehlte sie unter Traenen
ihr grosses Leid und die Hexe versprach,
ihr zu helfen. Sie gab ihr einen Kuss,
diesen sollte sie ihrem Hampelmann geben,
dann wuerde er wieder zum Leben erwachen.
Doch ein Opfer musste sie dafuer bringen:
Ihre Sprache wuerde sie auf immer verlieren!.
Die Puppe versprach den Kuss zu ueberbringen
und der Verlust ihrer Sprache schien ihr
ihre Liebe wert zu sein.
Als sie zum toten Hampelmann kam, beugte sie
sich zitternd vor Auregung ueber ihn und
drueckte einen zarten Kuss auf seinen rot
bemalten Holzmund. Als er sich nicht regte,
legte sie aengstlich ihr kleines Puppenohr
auf das Herz des Hampelmanns.... und siehe
da, sie hoerte schwache Toene. Und
tatsaechlich, der Hampelmann schlug
seine blauen Augen auf und lachte! Er
sprang auf die Beine.... nahm sein geliebtes
Pueppchen in die Arme und tanzte mit ihr.
Er tanzte nicht sehr schnell, sondern
langsam und sehr verliebt. Dass sie beide
nicht sprechen konnten, stoerte sie nicht;
was sie sich zu sagen hatten, das
sprachen sie mit ihren Augen.
Eines hat das Opfer der Puppe auch
bewirkt... es schenkte ihnen beiden
Unsterblichkeit.... denn sie leben
noch heute ...und werden von vielen Kinder
immer wieder von neuem geliebt.....

Liebe Orchidee,
ich wuensche Dir eine schoene Reise
ins Wallis und denke daran, die Moskauer, wie alle Bürger brauchen in Russland noch mehr Geschichten, wie auch die Menschen
im Wallis, um den langen dunklen Winter
zu ueberleben, auch deshalb haben sie
kleinere Wohnungen, wie damals nur das
vordere Zimmer im Bardiliweg zum Tal warm
war und in der Kueche musste gekocht werden,
immer einen warmen Tee im Becher in der Hand
und warmes Essen auf dem Tisch und Opa hatte eine warme Muetze auf seinem Kopf, so wie ich in der kalten Jahreszeit und warme Jacken hatten wir selbst in der Wohnung an, denn in den
anderen Raeumen war es kalt, in denen man bei 15 Grad und kälter spazieren gehen und etwas koerperlich arbeiten kann.
Herzliche Grüße
Dein Istan Byzanow